Waberner Tierhilfe e. V.
 

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Ein schwieriges Verhältnis - Über Katzen und Vögel im Garten


                      Foto: Helge May


Hauskatzen rangieren als Heimtiere in der Beliebtheitsskala ganz oben. Mehr als sieben Millionen leben in Deutschland und längst nicht alle stehen unter der Obhut des Menschen. Nach Schätzung streunen fast zwei Millionen herrenlos umher.

Doch auch die anderen Stubentiger halten sich nicht nur in Wohnungen und Häusern auf, sondern treiben sich vielfach im Freien herum. Wie ihre verwilderten Artgenossen gehen sie auf die Pirsch und erbeuten Vögel, aber auch andere Wildtiere wie größere Insekten, Amphibien, Reptilien und Kleinsäuger.

In Siedlungsbereichen ist die Zahl der Katzen besonders groß. Da es dort, vor allem in den Gärten, meist auch eine hohe Singvogeldichte gibt, ist für diese Beutegreifer der Tisch immer reich gedeckt. Ihre Jagd auf Amseln, Finken, Rotkehlchen, Meisen und andere Gartenvögel führt daher regelmäßig zu Verstimmungen zwischen Katzenhaltern und Vogelfreunden.     

Die Katze lässt das Mausen nicht...     

Unsere Hauskatze stammt von der ägyptischen Falbkatze ab, einer Wildkatze. Trotz jahrtausendelanger Domestikation ist sie ein Raubtier geblieben und hat viele Eigenschaften ihrer wilden Stammform bewahrt. So lassen Katzen das Mausen nicht, auch wenn sie gut mit Futter versorgt sind und es eigentlich nicht nötig hätten, auf Nahrungssuche zu gehen. Ihrem Jagdinstinkt folgend, durchstreifen sie größere Reviere und fangen vor allem Haus und Feldmäuse.

Aber auch Singvögel gehören zum Beutespektrum. Wie das Institut für Haustierkunde der Universität Kiel ermittelt hat, machen sie immerhin gut zwanzig Prozent aus. Doch längst nicht alle Opfer werden gefressen. Das Anpirschen und Ergreifen der Beute dient neben dem Nahrungserwerb auch dem Ausleben des Spieltriebs und bei Jungkatzen dem Einüben des Jagdverhaltens.

Vor allem häufige Arten werden erbeutet     

Da die Vögel im Siedlungsbereich einem starken Feinddruck ausgesetzt sind, stehen sie unter Stress. Dabei spielen neben Rabenvögeln, Greifen, Eulen und Säugetieren wie Eichhörnchen und Marder die Hauskatzen eine nicht unerhebliche Rolle. Wie andere Beutegreifer vermeiden auch sie einen energiezehrenden Jagdaufwand. Deshalb erbeuten sie meist nur häufig vorkommende Arten wie Amseln und Meisen. Junge sowie durch Alter oder Krankheit geschwächte Vögel sind besonders leichte Beute.

Entscheidender Faktor für die Stabilität der Vogelpopulationen ist allerdings nicht die Zahl ihrer Feinde, sondern die Lebensraumqualität. Wo ausreichend Futter, Nist- und Versteckmöglichkeiten vorhanden sind, können sich die Vögel erfolgreich fortpflanzen und Verluste durch Beutegreifer einschließlich der Katzen meist gut verkraften.

Gefahr für Bodenbrüter    

Da unsere gefiederten Nachbarn in der Kulturlandschaft vielfältigen schädigenden Einflüssen ausgesetzt sind, kann die hohe Katzendichte in städtischen und dörflichen Randbereichen bei bestandsgefährdeten Vogelarten wie der bodenbrütenden Feldlerche entscheidend zum Erlöschen lokaler Populationen beitragen.Als Katzenhalter ist man für sein Tier verantwortlich, auch dann, wenn es am Tage oder des Nachts unbeaufsichtigt im Garten herumstreunt. Katzenbesitzer sollten auch die wild lebenden Vögel in ihr Herz schleißen, denn Tierliebe sollte unteilbar sein.


Quelle: Nabu.de

Katzen suchen ein zuhause

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